Der Freispruch im Fall Theo ist für viele schwer auszuhalten. Theo ist nach wochenlanger Isolation in der Psychiatrie gestorben. Für uns bleibt klar: Das System hat versagt.
Der Fall Theo zeigt, wie ungenügend autistische Menschen in psychiatrischen Institutionen bis heute geschützt sind. Viele Betroffene und Angehörige kennen ähnliche Erfahrungen von Ohnmacht und Fehlbehandlung.
Wenn – wie im heutigen Urteil – keine individuelle Schuld festgestellt wird, rückt die strukturelle und gesellschaftliche Verantwortung umso stärker in den Fokus. Es fehlt an Fachwissen, klaren Regeln und wirksamem Schutz.
Über 1’400 Menschen fordern deshalb dringende Reformen. Wir erwarten von Bund und Kantonen, dass sie jetzt handeln.