Am 21. Oktober 2026 tagen im Bundeshaus 44 gewählte Menschen mit Behinderungen – ein symbolisches Parlament für die 22 % der Schweizer Bevölkerung, die von einer Beeinträchtigung betroffen sind. Die Wahl läuft bis am 17. Mai 2026. Jede Person hat 3 Stimmen, auch kantonsübergreifend. Keine Schweizer Nationalität nötig.
Herzlichen Dank an Pro Infirmis, Forum 22 und Nationalratspräsident Pierre-André Page für die Organisation der Session.
👉 Jetzt abstimmen – bis 17. Mai
Unsere Wahlempfehlungen für autistische Repräsentation am 21.10.
◆ Simone Tuena-Küpfer (ZH) – Neuroinklusion in der Bildung. Herzlichen Dank, Simone, für deinen starken Auftritt für Autistinnen in der Schweiz. Video (LinkedIn)
◆ Thomas Haller (TG) – Vorstand Verein Erwachsene Autisten
«Autistische Menschen in Krisen werden mangels Fachwissen falsch behandelt – Reizüberläufe landen als Wutausbrüche in Fixierung oder Isolation, weil verbindliche Autismus-Schulungen für psychologische Fachpersonen in der Deutschschweiz fehlen. Wir fordern verpflichtende Ausbildungsstandards, eine Überarbeitung des Bundesratsberichts von 2018 und seine kantonale Umsetzung – damit Betroffene in Krisen endlich auf echte Unterstützung statt Trauma zählen können.»
◆ Benjamin Häring (TG) – ICT-Consultant, betroffen & Vater
«Ich bin ICT-Consultant, selbst betroffen von Autismus und ADHS und Vater einer Tochter mit der gleichen Diagnose. Täglich erlebe ich: Unterstützung ist in der Schweiz reiner Zufall. Wer nicht selbst zum Experten wird und kämpft, geht im System unter. Ich kandidiere, um das zu ändern: Wir brauchen klare Rechtsansprüche statt Bittstellertum und einen Fortschritt in der Teilhabe neurodivergenter Menschen – bevor wir Familien am Ende unserer Kräfte sind.»
◆ Artemis Christoff (VS) – Zugang, Teilhabe, Gesundheitsversorgung
«Ich kandidiere für den Zugang neurodivergenter Menschen zu öffentlichen Dienstleistungen, Stadtraum, Verkehr und Gesundheitsversorgung. Ausgebildet, erfahren – ich kenne die Schwierigkeiten und die Lösungen. Für die Mahnwache für Theo in Brugg bin ich aus Sion angereist – weil unsere Anliegen die ganze Schweiz verbinden.»
Sehr vielversprechend: Nicole Widmer (BE), Thomas Mario Vogt (Vereinspräsident uneinsam.ch; BE), Michel Rapelli (JU)
Weitere autistische Kandidierende: Asita Streit (BS), Barbara Müller (TG), Ladina Bosshard (GL), Cédric Goedecke (VD), Ladina Tabea Patt (ZH), Lou Sira Renggli (LU), Marcel Hähnlein (SG), TanJA Nadig (BE)
Neurodivergente Kandidierende: Elena Retica (AG; Mediensprecherin der Mahnwache für Theo), Daniel Krucker (LU), Linard Michael (GR), Loïc Paroz (BE)


