Berichte aus der Prozesswoche
humanrights.ch
– Falldokumentation (humanrights.ch): Theo W. – Chronik eines angekündigten Todes in der Psychiatrie
– Chronologie (humanrights.ch): Die Theo-Chronik
– Hintergrundanalyse (humanrights.ch): Institutioneller Umgang mit Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) in der Schweiz
weitere Medienberichte
13.04.2024 Der Tod eines 18-jährigen Autisten in der Klinik Königsfelden wirft Fragen auf: Warum musste Theo W. sterben? – Neue Zürcher Zeitung (vollständig veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der NZZ).
Wochenlange Isolation, viele Medikamente, kaum Therapie: Haben wir ein Problem mit Autismus? Dies ist Theos Geschichte.
04.07.2024 Zwei Aufsichtsverfahren gegen die Psychiatrische Dienste Aargau AG (PDAG) abgeschlossen – Kanton Aargau
Abteilung Gesundheit spricht eine Verwarnung gegen die PDAG aus …
23.04.2025 Todesfall in psychiatrischer Klinik: Anklage gegen zwei Ärzte erhoben – Kanton Aargau
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat gegen zwei ehemalige leitende Ärzte der Psychiatrischen Dienste Aargau Anklage erhoben. Im Zentrum steht der Tod eines Patienten, der sich im Jahr 2020 während eines Klinikaufenthalts mehrfach selbst schwere Verletzungen zugefügt hatte und später daran verstarb. Die Staatsanwaltschaft wirft den Ärzten vor, ungenügende Schutzmassnahmen getroffen zu haben. Es wurde Anklage wegen vorsätzlicher bzw. fahrlässiger Tötung durch Unterlassen erhoben …
30.06.2025 Deshalb kommt die Aargauer Psychiatrie bei einigen Patienten schlecht weg – Aargauer Zeitung
In regelmässigen Abständen kritisieren Patienten und Angehörige die Aargauer Psychiatrie. Sie fühlen sich nicht ernst genommen oder zu wenig eingebunden. Es komme zu Fehlern bei der Dokumentation und Diagnosen würden voreilig gestellt, lauten einige der Vorwürfe. Die Klinik wehrt sich vehement dagegen.
26.09.2025 Regierungsrat heisst Beschwerde der PDAG gut – Psychiatrische Dienste Aargau AG (auch Artikel AZ)
20.10.2025 Vorwürfe gegen psychiatrische Klinik Königsfelden – 10 vor 10 – Play SRF
22.10.2025 Nach Enthüllungen zur Klinik Königsfelden: Politik und Pflegeverband fordern Konsequenzen – Tagesanzeiger
GLP und SP verlangen eine strengere Aufsicht und genauere Todesfallstatistik, der Berufsverband der Pflege bessere Arbeitsbedingungen.
27.10.2025 Sonderausgabe Rotes Protokoll zur PDAG – SP Aargau: Für eine starke PDAG – mit klarer Aufsicht und echter Fehlerkultur
Die Situation in der PDAG aufgrund der Todesfälle in der Klinik Königsfelden ist zu komplex … Am letzten Dienstag haben Lea Schmidmeister von der SP und Manuela Ernst von der GLP in einer Fraktionserklärung Fragen und Forderungen zur PDAG und den erschütternden Vorwürfen zum Tod von drei jungen Menschen gestellt.
Informationen zu Autismus und Gesundheitswesen
Versorgung erwachsener Autisten mit ambulanter Psychotherapie –Humboldt-Universität zu Berlin
Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Behinderungen – Landeshauptstadt München
3/2007 Die dunkle Seite der Psychiatrie – Rote Revue
04.03.2025 Psychiatrische Dienste Aargau eröffnen Zentrum gegen Borderline-Syndrom – Aargauer Zeitung
Neben der Borderline-Persönlichkeitsstörung behandelt das Kompetenzzentrum weitere psychische Erkrankungen, die mit ähnlichen Verhaltensmustern einhergehen, beispielsweise komplexe Posttraumatische Belastungsstörungen, dissoziative Identitätsstörungen sowie Autismus-Spektrum-Störungen.
1/2025 Umgang im notfallpsychiatrischen Behandlungssetting – Psychiatrie & Neurologie
Informationen zur Autismus-Diagnose und zu autistischen Wahrnehmungen
2024 Wie sieht die Welt durch deine Augen aus? – Psychotherapie-Wissenschaft
Nichtverstandenwerden. Eine zweite Quelle der Einsamkeit sind die Reaktionen der Umgebung auf die eigene Andersartigkeit. Neben der eben beschriebenen Schwierigkeit, in einen ausgewogenen Dialog zu kommen, irritiert primär die generelle Inhomogenität, die Autismusbetroffene auf so vielen Ebenen auszeichnet: grosse Naivität in weiten Bereichen vs. Expertise in einem engen Gebiet, hohes Funktionsniveau auf vertrauten Wegen des Alltags vs. blockierende Überforderung in unbekannten Situationen, Nichtbeteiligung vs. Engagement in irritierender Intensität, Nichterkennen vs. Detailversessenheit, Erschöpfung vs. zerstörerische Energie, der rücksichtslos Weg gegeben wird. Diese Uneinheitlichkeit ist für Nichtbetroffene unverständlich, da aus eigener Perspektive nicht einfühlbar. Die für Betroffene entstehenden Schwierigkeiten werden gern infrage gestellt und als Ausdruck von Simulation, überwindbarer Umständlichkeit, Hysterie oder etwas ähnlich Abwertendem betrachtet. Die schwierige Vereinbarkeit beider Lebenswelten ist für beide Seiten anstrengend bis frustrierend. Es liegt auf der Hand, dass es Nichtbetroffenen einfacher fällt, sich dem nichtautistischen Rest der Umgebung zuzuwenden. Derweil bleiben Autismusbetroffene erst einmal allein in ihrer so eigenen Welt und sind dort oft weniger einsam als nichtzugehörig in Gesellschaft.