Autist*innen im Öffentlichen Verkehr

Barrierefreiheit im ÖV für autistische Menschen: Impulse und Lösungen

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Abstract zum AUTISTINNEN Dokument

Das öffentliche Verkehrssystem stellt für autistische und allgemein neurodivergente Menschen eine Vielzahl sensorischer Barrieren dar. Lautstärke, visuelle Reize und unvorhersehbare soziale Interaktionen führen zu erheblichem Stress und teilweise nachhaltiger Erschöpfung, was die Nutzung des ÖVs zeitweise unmöglich machen kann. Barrierefreiheit erfordert Zugang zu Ruhebereichen in Bahnhöfen und Zügen sowie eine Reduzierung akustischer, visueller und physischer Reize. Eine Sensibilisierung der ÖV-Mitarbeiter*innen und Fahrgäste für die Bedürfnisse autistischer Fahrgäste (einschliesslich ihrer Assistenzhunde) ist notwendig. Leitbegriffe für die Barrierefreiheit im ÖV für Autist*innen: reizarm – strukturiert – vorhersehbar – sinnvolle Kommunikationshilfen – sicher. Dieses Dokument richtet sich daher an eine breite Zielgruppe, die über das Autismus-Spektrum hinausgeht.

„Autismus bedeutet, andere Menschen verstehen zu müssen, bevor man sich selbst versteht, während sich niemand die Mühe macht, dich zu verstehen. Und du verstehst es nicht einmal selbst, weil all deine Anstrengung darauf verwendet wird, die anderen zu verstehen.“

Hinweis zu diesem Dokument

Dieser Text stellt eine erste Diskussionsgrundlage dar und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Er wurde von der Community AUTISTINNEN erstellt, mit einem besonderen Fokus auf die Perspektiven erwachsener Autist:innen. Unser Dank gilt Richard Zemp von der Schweizer Fachstelle Hindernisfreie Architektur für die Bereitstellung wertvoller Quellen.

Das Titelbild wurde von der Künstlerin Wandamirjana gezeichnet, die ebenfalls Mitglied von AUTISTINNEN ist. Die Hauptautorin dieses Textes konnte in den letzten fünf Monaten keinerlei Termine in der Stadt wahrnehmen – nicht einmal Arztbesuche. Sensory Rooms und reizärmere Bedingungen im öffentlichen Verkehr hätten dies ermöglicht, da die 23 dB Dämpfung durch beste Noise-Cancelling-Kopfhörer und In-Ear-Ohrstöpsel nicht reichen.

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